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Artikel: Gua Sha Reihenfolge: so machen’s die meisten falsch

Person führt eine Gua-Sha-Anwendung im Gesicht vor dem Spiegel durch, hält den TERAGLOW Gua Sha an der Stirn; ruhige Badezimmeratmosphäre mit sanftem Licht und Fokus auf die Technik.

Gua Sha Reihenfolge: so machen’s die meisten falsch

Warum die richtige Abfolge entscheidender ist als Druck oder Technik

Gua Sha gilt als simples Tool.
Doch genau darin liegt das Problem.

Viele erwarten sofortige Ergebnisse – und beginnen dort, wo sie den Effekt sehen wollen: im Gesicht.
Was dabei oft übersehen wird: Gua Sha ist kein Muskeltool.
Es arbeitet mit dem Lymphsystem – und dieses folgt klaren physiologischen Regeln.

Wer diese ignoriert, arbeitet nicht ineffektiv, sondern oft kontraproduktiv.


Der häufigste Fehler: im Gesicht anfangen

In Studien zur manuellen Lymphdrainage ist klar beschrieben:
Lymphflüssigkeit fließt nicht lokal, sondern immer in Richtung vorbereiteter Abflussgebiete (Foldi et al., 2012).

Beginnt man direkt im Gesicht, ohne die Abflussstellen zu öffnen, entsteht:

  • Stau statt Drainage

  • kurzfristige Röte ohne nachhaltigen Effekt

  • Spannungsgefühl im Gewebe

Nicht, weil Gua Sha nicht wirkt –
sondern weil die Reihenfolge falsch ist.


Die physiologisch richtige Gua Sha Reihenfolge

1. Abfluss vorbereiten

Bevor im Gesicht gearbeitet wird, müssen die zentralen Lymphabflussstellen aktiviert werden:

  • Schlüsselbeinregion

  • Hals

  • hinter den Ohren

Studien zeigen, dass bereits sanfte, oberflächliche Bewegungen ausreichen, um den Lymphfluss anzuregen (Leduc & Leduc, 2000).

Druck ist hier nicht nur unnötig – er kann den Effekt sogar hemmen.


2. Von innen nach außen – mit dem System

Die Lymphbahnen im Gesicht verlaufen:

  • von der Mitte nach außen

  • anschließend nach unten in Richtung Hals

Diese Richtung ist kein Ritualwissen, sondern anatomisch belegt (Standring, Gray’s Anatomy).

Arbeiten gegen diese Flussrichtung bedeutet:
mehr Widerstand
weniger Abtransport
mehr Belastung fürs Gewebe


3. Gesicht zuletzt

Das Gesicht ist der Abschluss, nicht der Start.

Ist der Abfluss vorbereitet, reagiert das Gewebe sensibler:

  • weniger Druck nötig

  • schnellere Entlastung

  • sichtbar klarere Konturen

Hier zeigt sich der eigentliche Glow – nicht durch Kraft, sondern durch vorbereitete Regulation.


Die 3 Regeln, die alles verändern

Regel 1: Mehr Druck = weniger Wirkung

Lymphgefäße liegen direkt unter der Haut.
Zu viel Druck komprimiert sie – und verlangsamt den Fluss (Olszewski, 2003).

Regel 2: Reihenfolge schlägt Technik

Selbst perfekte Züge bleiben wirkungslos,
wenn der Körper nicht vorbereitet ist.

Regel 3: Wiederholung ist entscheidender als Dauer

Neurophysiologische Studien zeigen:
Regelmäßige, kurze Reize regulieren nachhaltiger als seltene, intensive Anwendungen (Porges, 2011).


Warum Gua Sha mehr ist als ein Beauty-Tool

Richtig angewendet wirkt Gua Sha:

  • entwässernd

  • spannungslösend

  • regulierend auf das autonome Nervensystem

Studien zur Berührung und rhythmischen Stimulation zeigen eine messbare Aktivierung des parasympathischen Nervensystems – dem Zustand, in dem Regeneration möglich wird (Field, 2010).

Gua Sha ist kein Quick Fix.
Es ist ein Regulationsritual.


Fazit

Gua Sha funktioniert nicht durch Kraft.
Nicht durch Tempo.
Nicht durch Perfektion.

Es funktioniert durch Verständnis für den Körper.

Die richtige Reihenfolge entscheidet darüber, ob:

  • Flüssigkeit abfließt oder stagniert

  • das Gewebe entspannt oder reagiert

  • Glow sichtbar oder nur kurzfristig ist

Glow entsteht nicht durch Druck.
Sondern durch System.

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