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Article: Selfcare, die sich deinem Alltag anpasst

Hand entzündet ein Palo-Santo-Holzstück mit Feuerzeug; die Spitze glüht, warmes Kaminfeuer und Muschel im Hintergrund, ruhige Selfcare-Atmosphäre.

Selfcare, die sich deinem Alltag anpasst

Warum Glow nicht Perfektion braucht – sondern Wiederholung

Selfcare scheitert selten an fehlender Motivation.
Sie scheitert an einem falschen Narrativ: dass sie Zeit, Ruhe und perfekte Bedingungen braucht.

Die Realität sieht anders aus.
Und die Wissenschaft bestätigt genau das.


Glow in the Chaos

Unser Nervensystem ist nicht für konstante Ruhe gemacht, sondern für Anpassung.
Studien aus der Stressforschung zeigen, dass nicht die Abwesenheit von Stress entscheidend ist, sondern die Fähigkeit, regelmäßig in einen regulierten Zustand zurückzukehren (McEwen, 1998; Sterling, 2012).

Glow entsteht nicht im Stillstand.
Sondern in der Fähigkeit, sich im Chaos immer wieder zu sammeln.


5 Minuten sind genug

Neurowissenschaftliche Studien belegen, dass bereits kurze, bewusste Interventionen – Atemübungen, sanfte Berührung oder langsame Bewegungen – messbare Effekte auf das parasympathische Nervensystem haben können (Porges, Polyvagal Theory).

Fünf Minuten reichen, um:

  • den Vagusnerv zu aktivieren

  • Cortisol zu senken

  • die Körperwahrnehmung zu verbessern

Selfcare wirkt nicht über Dauer.
Sie wirkt über Regelmäßigkeit.


Wiederholung statt Intensität

Verhaltenspsychologie und Neuroplastizitätsforschung zeigen:
Das Gehirn lernt nicht durch Intensität, sondern durch Wiederholung (Hebb, 1949; Doidge, 2007).

Ein kleines Ritual, täglich oder mehrmals pro Woche praktiziert,
prägt neuronale Sicherheitsschleifen –
und genau diese Sicherheit ist die Grundlage für Entspannung.

Nicht das perfekte Retreat verändert dich.
Sondern das, was du wiederholst.


Kein Perfektionismus

Perfektionismus erhöht nachweislich Stress, Aktivierung und Selbstüberwachung –
alles Faktoren, die Regeneration verhindern (Flett & Hewitt, 2002).

Selfcare verliert ihre Wirkung,
wenn sie zur Leistung wird.

Ein Ritual darf unvollständig sein.
Es darf sich verändern.
Es darf ausfallen – ohne Schuldgefühl.

Regulation entsteht durch Erlaubnis, nicht durch Kontrolle.


Ritual > Routine

Aus neurobiologischer Sicht unterscheidet sich ein Ritual von einer Routine deutlich:
Rituale sind emotional codiert, sie aktivieren limbische Strukturen und verankern Sicherheit und Bedeutung (Norton & Gino, 2014).

Eine Routine fragt:
Hast du es erledigt?

Ein Ritual fragt:
Was brauchst du gerade?

Deshalb passt sich ein Ritual an.
Und genau deshalb bleibt es.


Dein Glow ist kein Ziel

Glow ist kein Zustand, den man erreicht.
Er ist eine Folge.

Eine Folge davon, dass dein Nervensystem gelernt hat:
Ich werde gehört.
Ich werde reguliert.
Ich darf weich sein.

Selfcare darf leise sein.
Kurz.
Unperfekt.

Und gerade deshalb ist sie wirksam.

Glow in the chaos.
The yardin zayel way.

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